Investments in Genossenschaften (eG's)

Finanziell unterstützen & als Mitglied von Rabatten profitieren!

Bereits mit ca. 50 Euro kann man Investments in Genossenschaften tätigen und dadurch Mitglied werden. „Wesensmerkmale, die den Kern der Genossenschaftsidentität bilden, sind neben dem Förderungsprinzip die Grundsätze der Selbsthilfe, der Selbstverantwortung, der Selbstverwaltung und das Identitätsprinzip, welches besagt, dass die Miteigentümer zugleich Geschäftspartner (Abnehmer, Lieferant) und Eigenkapitalgeber sind (Dreifachbeziehung). Das zentrale Anliegen von Genossenschaften ist es, gemeinsame wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedürfnisse zu befriedigen.“ (Auszug vom 14.08.2022 aus dem Wikipedia-Artikel zu Genossenschaften)

Nachfolgend stelle ich euch genossenschaftlich organisierte Firmen vor, die ihren Schwerpunkt im Bereich Umweltschutz haben. Basierend darauf bekommt ihr vielleicht auch Ideen für die Suche nach weiteren Genossenschaften in eurer Gegend! (Kleiner Hinweis: Für den Vermögensaufbau sollte man sich zunächst ein Depot anlegen und sich mit ETFs (z.B. einem nachhaltigen ETF auf den MSCI World) beschäftigen.)

Bürger nehmen ihre Energieversorgung selbst in die Hand – seid dabei!

Bürgerwerke eG

Firmensitz: Heidelberg
Gründung: 2013

Die Bürgerwerke sind der größte Zusammenschluss von Energiegenossenschaften in Deutschland. Gemeinsam haben sie sich zum Ziel gesetzt, ihre Mitglieder und Bürger aus ganz Deutschland mit Strom aus der Region sowie mit BürgerÖkogas zu versorgen und damit die Energiewende in Bürgerhand noch wirksamer voranzutreiben. Die Bürgerwerke bündeln die Stromerzeugung aus Bürgerenergieanlagen, damit ihre Bürger sich unabhängig von Energiekonzernen mit Bürgerstrom versorgen können. So schließen sie regionale Kreisläufe und die Wertschöpfung verbleibt vor Ort.
Im Netzwerk der Bürgerwerke kann jeder die Energiewende aktiv mitgestalten – sei es durch Strombezug aus Bürgerenergieanlagen, den Bezug von BürgerÖkogas, als Mitglied einer Energiegenossenschaft oder als Eigenerzeuger. Die Energiewende wird aktuell vor allem von Bürgern vorangebracht. In den letzten Jahren haben sich bereits viele hundert Energiegenossenschaften gegründet und deutschlandweit den Ausbau erneuerbarer Erzeugungsanlagen in Bürgerhand vorangetrieben.
Quelle: https://buergerwerke.de; Stand: 25.03.2021

Buergerwindrad Neutscher Hoehe-Energiegenossenschaft Starkenburg. Quelle & ©: Bürgerwerke eG
Buergerwindrad Neutscher Hoehe-Energiegenossenschaft Starkenburg.
Quelle & ©: Bürgerwerke eG
  • Die Energiegenossenschaften in der Bürgerwerke-Gemeinschaft sind immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern, die die Energiewende in ihrer Region voranbringen möchten.
  • Die Bürgerwerke wurden unter anderem über ein Crowdfunding bei WIWIN finanziert.

…da niemand Strom lieferte, der den Greenpeace-Kriterien entsprach:

Green Planet Energy eG

Firmensitz: Hamburg
Gründung: 1999

Nach der Liberalisierung des europäischen Strommarkts suchte Greenpeace e. V. 1998 einen Energieversorger, der die strengen Ökostrom-Kriterien der Umweltschutzorganisation erfüllen konnte. Angesprochen durch die „Stromwechsel“- Kampagne von Greenpeace hatten Zehntausende Menschen erklärt, zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln zu wollen, doch die Suche blieb vergeblich, da niemand den Strom liefern konnte, der den Greenpeace-Kriterien entsprach. Daher beschloss Greenpeace, die Aufgabe selbst anzugehen.

Am 27. Oktober 1999 gründete sich Greenpeace Energy eG, im Januar 2000 lief das Geschäft mit den ersten 186 Kunden an. Bereits im Januar 2001 gründete die Genossenschaft ihre Tochterfirma Planet energy GmbH, die saubere Kraftwerke planen und betreiben soll. Denn von Anfang an geht es Greenpeace Energy nicht nur um die Lieferung von Ökostrom, sondern auch um den Bau neuer Anlagen, um das Angebot an sauberer Energie auszuweiten. Innerhalb weniger Jahre stieg Greenpeace Energy zu einem der erfolgreichsten deutschen Ökostrom-Versorger auf. Im Jahr 2021 haben sich die Firmen in Green Planet Energy bzw. Green Planet Projekts umbenannt; das Ziel bleibt jedoch nach wie vor die Energiewende.
Quelle: https://green-planet-energy.de; Stand: 21.09.2021

"Buchhein": Windpark einer Genossenschaft. Quelle & ©: Greenpeace Energy eG
"Buchhein": Windpark einer Genossenschaft.
Quelle & ©& ©: Greenpeace Energy eG
  • Auch als Nicht-Kunde kann man durch ein Investment von 55 Euro Mitglied der Genossenschaft und somit Miteigentümer*in werden. (Quelle: https://green-planet-energy.de/genossenschaft.html; Stand: 21.09.2021)
  • Green Planet Energy eG ist u.a. Sieger des deutschen Nachhaltigkeitspreises 2012.


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Hafermilch als nachhaltige Milchalternative:

Havelmi eG

Firmensitz: Brandenburg a.d. Havel
Gründung: 2019

Havelmi Drinks sind Milchalternativen in Mehrweg-Glasflaschen. Bei Havelmi werden ‘alte’ bäuerliche Getreidesorten verwendet, die vom Acker zu verschwinden drohen, um einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in der Nahrungsmittelproduktion zu leisten. Mit kurzen Produktions- und Vertriebswegen wird eine gute Ökobilanz erreicht; bei der Herstellung entsteht zudem Hafertrester, das mittelfristig zur Herstellung von Backwaren verwendet werden soll. So strebt Havelmi möglichst geschlossene Kreisläufe an. „Wir sind eine Genossenschaft und mit unserer Gemeinwohlbilanzierung zeigen wir transparent nach außen, dass wir ehrlich nachhaltig agieren. Uns ist ein ganzheitlicher Ansatz einer nachhaltigen Unternehmensführung im Dreiklang von Ökologie, Soziales und Ökonomie als ein einheitliches und vor allem gelebtes Konstrukt immens wichtig.“, sagt Paavo Günther, Mitbegründer bei Havelmi.
Quelle: https://neu.havelmi.org; Stand: 14.08.2022

Hafermilch von Havelmi. Quelle & ©: Havelmi eG.
Hafermilch von Havelmi.
Quelle & ©: Havelmi eG.
  • Das Startup Havelmi wurde u.a. über ein Crowdfunding finanziert. Hier geht’s zum Crowdfunding-Video von 2019.
  • Wenn du dich noch mehr einbringen möchtest, werde Mitglied der Havelmi eG durch ein Investment in die Genossenschaft und erhalte zusätzlich Rabatte und weitere Vorzüge bei den Partner*innen von Havelmi!
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als Genossenschaftsmitglied gemeinsam eine Autoflotte nutzen:

StattAuto eG

Firmensitz: Kiel / Lübeck
Gründung: 1991

CarSharing liegt voll im Trend. Gerade in den Städten entscheiden sich Immer mehr Menschen gegen ein eigenes Auto und teilen sich mit anderen ein Fahrzeug. Wenn man bedenkt, dass ein privat genutztes Auto im Durchschnitt 23 Stunden pro Tag nutzlos herumsteht, ist CarSharing eine clevere Alternative. So gibt es weniger Autos auf den Straßen, weniger Parkplätze und mehr Freiraum für Kinder, Bäume und Fahrräder. In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 160 professionelle Anbieter, aber nur eine CarSharing-Genossenschaft – die StattAuto eG in Lübeck und Kiel. Die über 600 Mitglieder sind gleichzeitig Teilhaber der Genossenschaft und wissen, dass sie gemeinsam viel bewegen können. Im Mittelpunkt steht als starke Überzeugung der Sharing-Gedanke. Anders als bei großen Unternehmen, die auf Gewinn ausgerichtet sind, investieren die Mitglieder von StattAuto direkt in neue Fahrzeuge und Stationen. Und davon profitieren alle: Derzeit sind es rund 170 Autos an 74 Standorten in Lübeck, Kiel und Umgebung – Tendenz steigend.
Quelle: https://www.stattauto-hl.de; Stand: 14.08.2022

Grüne Mobilität: StattAuto Kiel/Lübeck. Quelle & ©: StattAuto eG.
Grüne Mobilität: StattAuto Kiel/Lübeck.
Quelle & ©: StattAuto eG.

Ich hoffe ihr habt ein paar Anregungen zu möglichen Investments in Genossenschaften bekommen!

Bezüglich Lob, Kritik oder Verbesserungsvorschlägen freue ich mich über eine Mail an:
admin[at]umwelt-investments.de. Natürlich würde ich mich auch über eine Info freuen, wenn ihr noch „grüne“ Genossenschaften vermisst, die ich hier mit aufnehmen sollte.