Investment in Genossenschaften (eG's)

Finanziell unterstützen & als Mitglied von Rabatten profitieren!

Einige Firmen sind als Genossenschaften organisiert. Durch Einbringung eines Beitrags von beispielsweise 50 Euro kann man Genossenschaftsmitglied werden.

„Wesensmerkmale, die den Kern der Genossenschaftsidentität bilden, sind neben dem Förderungsprinzip die Grundsätze der Selbsthilfe, der Selbstverantwortung, der Selbstverwaltung und das Identitätsprinzip. Letzteres besagt, dass die Miteigentümer/Träger zugleich Geschäftspartner (Abnehmer, Lieferant) und Eigenkapitalgeber sind (Dreifachbeziehung). Während die trägerschaftliche und die Leistungsbeziehung zur Genossenschaft dem Freiwilligkeitsprinzip unterliegen, ist die Kapitalbeteiligung eine obligatorische Folge aus dem Mitgliedschaftserwerb. Das zentrale Anliegen von Genossenschaften ist es, gemeinsame wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedürfnisse zu befriedigen.“ (Auszug vom 14.08.2022 aus dem Wikipedia-Artikel zu Genossenschaften)

Wichtige Info für potentielle Investoren: „Eine Besonderheit der Genossenschaften ist die Möglichkeit, die Mitgliederhaftung auf die Höhe des Genossenschaftsanteils zu beschränken. Die Mitglieder der eG haften dann nur mit ihrem gezeichneten Anteil. Die Genossenschaft haftet indessen mit ihrem gesamten Geschäftsvermögen. Die Satzung der eG muss jedoch dazu bestimmen, dass die Nachschusspflicht der Mitglieder – zum Beispiel im Falle einer Insolvenz – ausgeschlossen wird.“ (Auszug vom 14.08.2022 aus dem Wikipedia-Artikel zu Genossenschaften)

Nachfolgend stelle ich euch genossenschaftlich organisierte Firmen vor, die ihren Schwerpunkt im Bereich Umweltschutz haben. Basierend darauf bekommt ihr vielleicht auch Ideen für die Suche nach weiteren Genossenschaften in eurer Gegend!

Wichtiger Hinweis: bei allen Einzelinvestments besteht immer das Risiko eines Totalausfalls! Man sollte also nur soviel Geld in eine einzelne Firma investieren, wie man auch als Verlust verkraften kann! Für den Vermögensaufbau sollte man sich zunächst ein Depot anlegen und sich mit ETFs (z.B. einem nachhaltigen ETF auf den MSCI World) beschäftigen… das ist zumindest meine persönliche Meinung.

regional den unverpackt-Laden in Offenburg unterstützen:

einMACHGLAS-Offenburg eG

Firmensitz: Offenburg (Baden-Württemberg)
Gründung: 2019

Die erste Idee zur Eröffnung eines Unverpackt-Ladens in Offenburg kam im Frühjahr 2019 während einer Rede im Zuge der Freitagsdemo von „Fridays for future“ zum Thema Müllvermeidung. Beim ersten Initiativen-Treffen kamen rund 80 Personen zusammen; innerhalb von 5 Monaten hatte die neu gegründete Genossenschaft bereits über 600 Mitglieder. Eines der gr0ßen Ziele von einMACHGLAS ist es, Verpackungsmüll zu reduzieren bzw. komplett zu vermeiden und somit dem Plastikwahnsinn  gegenzusteuern. Ihre Verpackungsmaterialien sind Gläser, Wachstücher, Papier und Ähnliches: alles wiederverwertbar, biologisch abbaubar oder komplett recyclingfähig. Ein weiteres Ziel ist die Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung: mit dem Konzept von „Unverpackt“ kann jeder selbst entscheiden, wie viel er einkaufen möchte. Die Genossenschaft lebt von der tatkräftigen Unterstützung der Vorstände, Mitglieder und vieler ehrenamtlichen Helfer, die sich für die Ziele des Gemeinwohls einsetzen. Gemeinsam wollen sie aktiv sein, die Welt ein Stückchen nachhaltiger gestalten und gemäß dem Motto „Weniger ist mehr!“ tatsächlich etwas für unsere Zukunft „MACHEN“.
Quelle: https://einmachglas-offenburg.de; Stand: 14.08.2022

einMACHGLAS - der Unverpackt-Laden in Offenburg. Quelle & ©: einMACHGLAS eG.
einMACHGLAS - der Unverpackt-Laden in Offenburg.
Quelle & ©: einMACHGLAS eG.

Herzlich Wilkommen im einMACHGLAS: YouTube-Video über das einMACHGLAS vom 09.03.2021.

Für nur 50 Euro Genossenschaftsmitglied werden! Mit Euerm Beitrag unterstützt Ihr die Genossenschaft bei der Finazierung des Ladens und werdet selbst Teil davon. Als Mitglied und Teilhaber*in habt Ihr unabhängig von der Anzahl Eurer gezeichneten Anteile die Möglichkeit, bei Entscheidungen mitzuwirken.

Bürger nehmen ihre Energieversorgung selbst in die Hand – seid dabei!

Bürgerwerke eG

Firmensitz: Heidelberg
Gründung: 2013

Die Bürgerwerke sind der größte Zusammenschluss von Energiegenossenschaften in Deutschland. Gemeinsam haben sie sich zum Ziel gesetzt, ihre Mitglieder und Bürger aus ganz Deutschland mit Strom aus der Region sowie mit BürgerÖkogas zu versorgen. Gemeinsam treiben sie die Energiewende in Bürgerhand noch wirksamer voran. Die Bürgerwerke bündeln die Stromerzeugung aus Bürgerenergieanlagen, damit ihre Bürger sich unabhängig von Energiekonzernen mit Bürgerstrom versorgen können. So schließen sie regionale Kreisläufe und die Wertschöpfung verbleibt vor Ort.
Im Netzwerk der Bürgerwerke kann jeder die Energiewende aktiv mitgestalten – sei es durch Strombezug aus Bürgerenergieanlagen, den Bezug von BürgerÖkogas, als Mitglied einer Energiegenossenschaft oder als Eigenerzeuger. Die Energiewende wird aktuell vor allem von Bürgern vorangebracht. In den letzten Jahren haben sich bereits viele hundert Energiegenossenschaften gegründet und deutschlandweit den Ausbau erneuerbarer Erzeugungsanlagen in Bürgerhand vorangetrieben.
Quelle: https://buergerwerke.de; Stand: 25.03.2021

Buergerwindrad Neutscher Hoehe-Energiegenossenschaft Starkenburg. Quelle & ©: Bürgerwerke eG
Buergerwindrad Neutscher Hoehe-Energiegenossenschaft Starkenburg.
Quelle & ©: Bürgerwerke eG
  • Platz 1 von 17 auf der Utopia-Bestenliste: Die Bürgerwerke erhielten unter anderem den Genossenschaftspreis 2016, waren „Ausgezeichneter Ort 2016“ bei „Deutschland – Land der Ideen“, erhielten den Solarpreis 2016, den Next Economy Award 2016 und neben dem Nachhaltigkeitspreis von Neumarkter Lammsbräu auch das Qualitätssiegel „Werkstatt N“ vom Rat für Nachhaltige Entwicklung und den Deutschen Engagementpreis 2017. (Quelle: Utopia; Stand: 26.04.2021)
  • „Unser Energieversorger in Bürgerhand: Die Bürgerwerke“ – YouTube-Video vom 13.06.2018 von Bürgerwerke eG (ca. 4:18 min).
  • Übrigens: Die Energiegenossenschaften in der Bürgerwerke-Gemeinschaft sind immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern, die die Energiewende in ihrer Region voranbringen möchten.
  • Die Bürgerwerke wurden unter anderem über ein Crowdfunding bei WIWIN finanziert.

…da 1998 niemand Strom liefern konnte, der den Greenpeace-Kriterien entsprach:

Green Planet Energy eG

Firmensitz: Hamburg
Gründung: 1999

Nach der Liberalisierung des europäischen Strommarkts sucht Greenpeace e. V. 1998 einen Energieversorger, der die strengen Ökostrom-Kriterien der Umweltschutzorganisation erfüllt. Denn angesprochen durch die „Stromwechsel“- Kampagne von Greenpeace haben Zehntausende Menschen erklärt, zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln zu wollen. Doch die Suche bleibt vergeblich – niemand kann Strom liefern, der den Greenpeace-Kriterien entspricht. So beschließt Greenpeace, die Aufgabe selbst anzugehen.
Am 27. Oktober 1999 gründet sich Greenpeace Energy eG, im Januar 2000 läuft das Geschäft mit den ersten 186 Kunden an. Bereits im Januar 2001 gründet die Genossenschaft ihre Tochterfirma Planet energy GmbH, die saubere Kraftwerke planen und betreiben soll. Denn von Anfang an geht es Greenpeace Energy nicht nur um die Lieferung von Ökostrom, sondern auch um den Bau neuer Anlagen, um das Angebot an sauberer Energie auszuweiten. Innerhalb weniger Jahre steigt Greenpeace Energy zu einem der erfolgreichsten deutschen Ökostrom-Versorger auf. Ende 2003 beliefert das Unternehmen bereits 20.000 Kunden; im September 2011 sind es mehr als 110.000. In 2011 erweitert Greenpeace Energy das Angebot um das neuartige und ökologisch sinnvolle Gasprodukt proWindgas und wird damit zum Energievollversorger. Im Jahr 2021 haben sich die Firmen in Green Planet Energy bzw. Green Planet Projekts umbenannt; das Ziel bleibt jedoch nach wie vor die Energiewende.
Quelle: https://green-planet-energy.de; Stand: 21.09.2021

Windpark Buchhain. Quelle & ©: Greenpeace Energy eG
Windpark Buchhain.
Quelle & ©& ©: Greenpeace Energy eG
  • Ihr Energieversorger kann Ihnen gehören! Selbst wenn Sie nicht zu den Strom- und Gaskund*innen der Green Planet Energy eG gehören, können Sie schon ab einem Anteil von 55 Euro Genossenschaftsmitglied und damit Miteigentümer*in werden. (Quelle: https://green-planet-energy.de/genossenschaft.html; Stand: 21.09.2021)
  • Empfehlungen: Utopia; EcoTopTen 2020; Robin Wood 2020; Öko-Test 2021 (Quelle: Utopia; Stand: 25.03.2021)
  • Sieger des deutschen Nachhaltigkeitspreises 2012.

Hafermilch als nachhaltige Milchalternative:

Havelmi eG

Firmensitz: Brandenburg a.d. Havel
Gründung: 2019

Havelmi Drinks sind Milchalternativen in Mehrweg-Glasflaschen. Bei Havelmi werden ‘alte’ bäuerliche Getreidesorten verwendet, die vom Acker zu verschwinden drohen. Somit leisten sie einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in der Nahrungsmittelproduktion. Mit kurzen Produktions- und Vertriebswegen erreichen sie eine gute Ökobilanz. Bei der Herstellung entsteht zudem Hafertrester, das mittelfristig zur Herstellung von Backwaren verwendet werden soll. So streben sie möglichst geschlossene Kreisläufe an. „Wir sind eine Genossenschaft und mit unserer Gemeinwohlbilanzierung zeigen wir transparent nach außen, dass wir ehrlich nachhaltig agieren. Uns ist ein ganzheitlicher Ansatz einer nachhaltigen Unternehmensführung im Dreiklang von Ökologie, Soziales und Ökonomie als ein einheitliches und vor allem gelebtes Konstrukt immens wichtig.“, sagt Paavo Günther, Mitbegründer bei Havelmi.
Quelle: https://neu.havelmi.org; Stand: 14.08.2022

Hafermilch von Havelmi. Quelle & ©: Havelmi eG.
Hafermilch von Havelmi.
Quelle & ©: Havelmi eG.
  • Das Startup Havelmi wurde u.a. über ein Crowdfunding finanziert. Hier geht’s zum Crowdfunding-Video von 2019.
  • Wenn du dich noch mehr einbringen möchtest, werde Mitglied der Havelmi eG. Mit der Genossenschaftskarte erhalten alle Genoss*innen Rabatte und weitere Vorzüge bei den Partner*innen von Havelmi.
  • Im Rahmen einer Umfrage zu beliebten Milchalternativen in Deutschland gaben rund drei Viertel der befragten Personen an, Hafermilch als Milchersatz zu nutzen. Auf Mandelmilch griffen etwas mehr als zwei Drittel der Befragten zurück. Andere Milchalternativen wie Erbsen-, Dinkel- oder Hanfmilch sind dagegen eher Nischenprodukte. Der Markt für Milchersatzprodukte boomt, nicht nur bei Veganern, gesundheitsbewussten Foodies oder ernährungssensiblen Konsumenten. Weitere starke Motive, um auf Milchalternativen zurückzugreifen, basieren auf einem aktiven Beitrag zum Tier-, Umwelt- oder Klimaschutz. Denn im Vergleich zu pflanzlichen Milchalternativen ist der CO2-Fußabdruck von Kuhmilch drei- bis viermal so hoch. Auch der Flächen- und Wasserverbrauch ist bei Pflanzendrinks deutlich geringer als bei Kuhmilch. (Quelle POSpulse, Vö: Statista 2022).

als Genossenschaftsmitglied gemeinsam eine Autoflotte nutzen:

StattAuto eG

Firmensitz: Kiel / Lübeck
Gründung: 1991

CarSharing liegt voll im Trend. Gerade in den Städten entscheiden sich Immer mehr Menschen gegen ein eigenes Auto und teilen sich mit anderen ein Fahrzeug. Wenn man bedenkt, dass ein privat genutztes Auto im Durchschnitt 23 Stunden pro Tag nutzlos herumsteht, ist CarSharing eine clevere Alternative. So gibt es weniger Autos auf den Straßen, weniger Parkplätze und mehr Freiraum für Kinder, Bäume und Fahrräder. In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 160 professionelle Anbieter, aber nur eine CarSharing-Genossenschaft – die StattAuto eG in Lübeck und Kiel. Die über 600 Mitglieder sind gleichzeitig Teilhaber der Genossenschaft und wissen, dass sie gemeinsam viel bewegen können. Im Mittelpunkt steht als starke Überzeugung der Sharing-Gedanke. Anders als bei großen Unternehmen, die auf Gewinn ausgerichtet sind, investieren die Mitglieder von StattAuto direkt in neue Fahrzeuge und Stationen. Und davon profitieren alle. Derzeit sind es rund 170 Autos an 74 Standorten in Lübeck, Kiel und Umgebung – Tendenz steigend – und darauf sind sie alle stolz.
Quelle: https://www.stattauto-hl.de; Stand: 14.08.2022

StattAuto Kiel/Lübeck. Quelle & ©: StattAuto eG.
StattAuto Kiel/Lübeck.
Quelle & ©: StattAuto eG.

Ich hoffe, ihr habt ein paar interessante Anregungen gefunden!

Bezüglich Lob, Kritik oder Verbesserungsvorschlägen freue ich mich über eine Mail an:
admin[at]umwelt-investments.de. Natürlich würde ich mich auch über eine Info freuen, wenn ihr noch „grüne“ Genossenschaften vermisst, die ich hier mit aufnehmen sollte.

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